Mittwoch, 20. 09. 2017

Frühzeitig für den Nachwuchs von morgen sorgen

Berufsfelderkundung bei der Curt Beuthel GmbH und Co. KGReinschnuppern lassen
Ob Assistenten im Gesundheits- und Sozialwesen, Restaurantfach- sowie Hotelkaufleute: Bei den „Reinschnuppertagen“, die vom 27. Juni bis 1. Juli 2016 zum zweiten Mal in Wuppertal stattfinden, sollen Schülerinnen und Schüler der achten Klassen Gelegenheit bekommen, sich binnen einer Woche drei verschiedene Berufe direkt in den Unternehmen anzuschauen. Über 1.000 Plätze sollen dazu bereitstehen.

Knapp drei Viertel davon haben Wuppertaler Betriebe bereits bis Ende Februar 2016 in das Buchungssystem hochgeladen. Um einen optimalen Branchenmix gewährleisten zu können, sind weitere Plätze gefragt in der Gesundheitsbranche, im Einzelhandel, in der Gastronomie und Hotellerie, aber auch im Dienstleistungsbereich und in den klassisch produzierenden Unternehmen. Firmen, die die zukünftigen Berufseinsteiger in der 26. Kalenderwoche reinschnuppern lassen möchten, können ihr Profil und ihre Angebote bis 13. Mai 2016 unter www.bfe.wuppertal.de online stellen.

Die „Reinschnuppertage“ als Berufsfelderkundung sind ein maßgeblicher Baustein der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“. Ziel ist es, Jugendlichen Ausbildungsberufe aufzuzeigen, die sie aus ihrem Alltagsleben nicht kennen oder vielleicht auch nicht die richtige Vorstellung haben. Gerade in diesem frühen Stadium beschäftigen sie sich zwar noch nicht ernsthaft mit der Berufswahl, sind aber erfahrungsgemäß begeisterungsfähiger als später. Es soll möglichst vermieden werden, dass das Thema Berufswahl erst kurz vor dem Abschluss interessant wird und damit oftmals zu spät.

„Die ‚Reinschnuppertage‘, wie wir die Berufsfelderkundung in Wuppertal nennen, können nur eine erste Orientierung bieten und sind mit einem später folgenden Praktikum nicht zu vergleichen. Sicherlich dienen sie aber als gute Vorbereitung zum Praktikum“, so Anke Kleinbrahm von der Kommunalen Koordinierungsstelle. Denn wie oft es vorkäme, dass Unternehmen ein Praktikum sorgfältig vorbereitet hätten, aber die jungen Leute schon am zweiten Tag nicht erschienen, weil es doch nicht ihren Vorstellungen entspräche, diese Erfahrung hätten sicherlich schon viele Personalverantwortliche gemacht.

Handwerk ganz weit vorn
Die Schülerinnen und Schüler sollen bei der Berufsfelderkundung einen reellen Einblick erhalten und während des einen Schultages andauernden Besuches auch selbst tätig werden. Wer diese gute Chance, den Nachwuchs für sich zu begeistern, schon verinnerlicht hat, sind die Wuppertaler Handwerksbetriebe. Sie alleine stellen bereits über 400 Plätze und sind damit ebenso stark vertreten wie bei der Premiere im letzten Jahr. Oberbürgermeister Andreas Mucke hat das Thema zur Chefsache gemacht: „Es ist einfach wichtig, dass wir dem Nachwuchs in der eigenen Stadt berufliche Perspektiven aufzeigen.“ Und so geht die Stadtverwaltung mit gutem Beispiel voran und weist auf, dass sie eine Menge spannende Berufe zu bieten hat. Derzeit sind schon über 100 Plätze aus den unterschiedlichsten Bereichen im Angebot.

„Wir sind stolz, dass wir mit vereinten Kräften aller Akteure – Wirtschaftsförderung, Jobcenter, Kreishandwerkerschaft, Agentur für Arbeit, IHK und Vereinigung Bergischer Unternehmerverbände – schon so viele Unternehmen mobilisieren konnten. Jedoch müssen wir auch die letzten Meter noch schaffen, zudem brauchen wir einen besseren Branchenmix“, sagt Kleinbrahm. Unterrepräsentiert seien die Gesundheitsbranche, der Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie, aber auch der Dienstleistungsbereich und die klassisch produzierenden Unternehmen.

(red)

Foto: Berufsfelderkundung bei der Curt Beuthel GmbH und Co. KG: Bei C. Beuthel ließ man schon im letzten Jahr mehr als reinschnuppern! © Tom V Kortmann

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