Dienstag, 21. 11. 2017

Urkunde übereicht

Erste Fairtrade-School Wuppertals
Strahlende Gesichter und viel Applaus: Für die mit rund 2.500 Schülerinnen und Schülern größte Schule Wuppertals hat sich der langjährige Einsatz für den Fairen Handel gelohnt.

Das Berufskolleg Elberfeld wurde am 7.2.2014 zur ersten Fairtrade-School Wuppertals ernannt. Die Freude bei allen Beteiligten war groß, als Maike Schliebs von Transfair e. V. auf dem Höhepunkt der Auszeichnungsfeier, die in der Ökostation der Schule am Döppersberg stattfand, in Anwesenheit des Kulturdezernenten Matthias Nocke die Urkunde überreichte.

Schülerinnen und Schüler der 12HH1 wurden für ihr besonderes Engagement ausgezeichnet. Schulleiterin Nicola Cohnen und Maike Schliebs von Transfair e.V. in der Bildmitte. (Foto: Straßmann)

 

Die Verleihung des Titels „Fairtrade-School“ ist an strenge Kriterien für Engagement im Fairen Handel geknüpft. Es ist beispielsweise erforderlich, dass das Thema Fairer Handel in verschiedenen Klassen unterrichtet wird, regelmäßig Projekte sowie Schulaktionen zum Fairen Handel stattfinden und fair gehandelte Produkte an der Schule verzehrt und veräußert werden. Für eine erfolgreiche Erfüllung dieser Kriterien sorgt seit drei Jahren eine engagierte Initiative von Schülern, Lehrern und weiteren Förderern des Fairen Handels.

 

Zu Beginn der Auszeichnungsfeier wurde das bisherige Engagement zum Fairen Handel am Berufskolleg Elberfeld hervorgehoben. Nachdem Schulleiterin Nicola Cohnen über Projekte zur Nachhaltigkeit in der Fachschule informierte, berichtete Sonia Bounane, eine ehemalige Schülerin aus dem Einzelhandel, zusammen mit Lehrerin Eva-Maria Goetz über das lernkooperative Projekt „Deutschlands fairste Azubis“, mit dem der gezielte Einsatz für den Fairen Handel am Berufskolleg Elberfeld im Jahr 2011 startete. Damals entwickelten Auszubildende aus dem Lebensmitteleinzelhandel mit ihrer Lehrerin Konzepte für die Verkaufsförderung fair gehandelter Produkte und testeten diese bei einem regionalen Lebensmittler in der Praxis. Auch Lehrer Patrick Brehm gab einen Einblick in das Projekt „Faire Kleidung“ der Handelsschule. Neben diesen „fairen“ Projekten am Berufskolleg Elberfeld, gehören mittlerweile auch fair gehandelte Produkte zum festen Sortiment der Schulcafeteria. Dafür hat sich die Klasse 12HH1 erfolgreich engagiert.

 

Die Schülerinnen und Schüler haben – angeleitet durch Lehrerin Anna-Kristina Meyer – in Zusammenarbeit mit Schulcafeteriainhaber Anders und dem Wuppertaler Fairhandelsunternehmen GEPA (Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt mbH) ein selbst entwickeltes Marketingkonzept für die Einführung fairer Handelswaren in die Schulcafeteria umgesetzt. Die Ergebnisse dieses Projektes stellte die Klasse 12HH1 während der Auszeichnungsfeier vor – darunter auch den prämierten Schokoriegel, der jetzt einen festen Platz im Cafeteria-Sortiment hat.

 

Das Berufskolleg Elberfeld möchte als erste „Fairtrade-School“ Wuppertals ein Zeichen setzen und einen Beitrag zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Bauernfamilien und Beschäftigten in Produzentenländern leisten. Die Schule möchte das Bewusstsein zum fairen Handel stärken und junge Menschen motivieren, sich aktiv für eine bessere Welt einzusetzen. In zwei Jahren wird Transfair e. V. überprüfen, ob das Berufskolleg Elberfeld die Kriterien einer „Fairtrade-School“ weiterhin erfüllt. dt


www.fairtrade-schools.de

www.berufskolleg-elberfeld.de

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