Mittwoch, 22. 11. 2017

Großer Andrang

Massive Besucherströme wogten bei der 22. Ausbildungsbörse am 27. September durch die Historische Stadthalle und erstmals auch durch ein Messezelt im Außenbereich. Ergänzt durch zahlreiche weitere Angebote wie das Infomobil des Handwerks auf dem Vorplatz. Im Offenbach Saal präsentierten sich erstmals zehn Innungen der Kreishandwerkerschaft Wuppertal.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem besonderen Ausstellermix“, sagte Anja Scharfenbaum, Studienrätin am Berufskolleg Elberfeld. Sie bildete zusammen mit ihrem Kollegen Daniel Rieken das Orga-Team für die Ausbildungsbörse 2012. „Mach Dein Ding - Schüler treffen Unternehmen", das Motto der aktuellen Börse trifft sowohl die Stimmung unter den Besuchern als auch bei den Ausstellern. Alle Branchen waren vertreten – sowohl handwerkliche, technische und soziale als auch kaufmännische Berufe. Schüler aller Schulformen fühlten sich angesprochen.

Und wie viele Jugendliche informierten sich bei der 22. Auflage über Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten? Gezählt hat sie niemand. „Gefühlte 3.000 – 500 weniger als im Vorjahr“, sagte Remo Radtke vom SchulService der Wuppertaler Stadtsparkasse. Für die ersten Tausend hatten er und sein Team jeweils ein Präsent – eine der begehrten roten Stofftaschen. Diese waren bereits in der ersten Stunde vergriffen.


Karriere-Chancen im Handwerk

Einen besonderen Anziehungspunkt bildete der Offenbach Saal. Die Aktionen und Schauobjekte an den Ständen der Innungen des Handwerks lockten zahlreiche Besucher zum Schauen und Nachfragen. Was verbirgt sich unter einer Motorhaube? Beinahe überdimensional wirkte der ausgestellte Motor am Stand der Kfz-Innung. „Mehr Mädels als Jungs sind bei uns vorbeigekommen“, erklärte der stellvertretende Obermeister Ehrenfried Kirchhoff auf Nachfrage. Sie inspizierten nicht nur den Motor. Lehrlingswart Jan Vetter gab ihnen Informationen aus erster Hand über die Berufs-Chancen im Kfz-Gewerbe.

Welche Fähigkeiten sind gefragt, um als Friseur Erfolg zu haben? Das sei vor allem die besondere Mischung aus Professionalität und Empathie, verriet Werkstadtlehrer Alfred Kolb. Fünf Lehrlinge stylten und frisierten live am Stand der Friseur-Innung Puppenköpfe und auch Schüler-Models.

Am Stand der Dachdecker-Innung wurden nicht nur Gummibärchen versprochen, sondern in erster Linie ein sicherer Beruf. Neben den klassischen Aufgaben des Dachdeckers gibt es zahlreiche neue Einsatzgebiete wie zum Beispiel im Bereich Solarenergie, Energie-Einsparung oder Gründach. Dachdecker sind die Fachleute für Metalldächer und Dachentwässerung. Und bei der Elektro-Innung mutieren die zukünftigen Azubis gar zu Ezubis. Sie werden nicht nur fit gemacht für Digitaltechnik, Netzwerktechnik und Kommunikation, sondern auch für Programmierungs- und Steuerungstechnik. Handwerk macht hungrig.

Um die Mittagszeit herum ebbte der Besucheransturm sichtlich ab – nicht nur im Offenbach Saal. Schon um 13.30 – eine Stunde vor dem offiziellen Ende begannen etliche Aussteller bereits ihre Stände abzubauen. Mit zufriedenen Gesichtern. Und auch die Erwartungen des einen oder anderen Besuchers haben sich erfüllt: „Es war für mich sehr informativ“, meinte Katrin S. (16) aus Velbert. „Medien und Menschen“ stehen im Zentrum ihrer beruflichen Zukunftspläne.

Nachdem die Verantwortung für die ehrenamtliche Ausrichtung der Börse in diesem Jahr beim Berufskolleg Elberfeld lag, wird turnusgemäß 2013 das Berufskolleg Barmen, Europaschule den Regiestab übernehmen. Medienpartner der Ausbildungsbörse ist seit weit über 10 Jahren das HEINZ Magazin.

Dagmar Tigges

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